Wie werden die Unternehmen der Region von potentiellen Nachwuchskräften gesehen? Welche Strahlkraft besitzen regionale Unternehmen als Arbeitgeber bei zukünftigen Fachkräften?

 

Die Antworten auf diese Fragen sind in der Employer Branding Studie des Kompetenzzentrums Wachstums- und Vertriebsstrategien der HNU zu finden. Im Rahmen des Career Day am 15. November 2017 wurden die Employer Branding Awards von den Professoren Fabian und Kracklauer, Herrn Bürzle (stellv. Landrat) und Frau Schill verliehen. Wie zukünftige Fachkräfte die Unternehmen als Arbeitgeber wahrnehmen, wird immer wichtiger werden, da der demografische Wandel den aktuell schon hohen Fachkräftemangel noch verstärken wird. Es ist also unerlässlich für Unternehmen herauszufinden, wie sie von zukünftigen Fach- und Führungskräften gesehen werden. Über 1.000 Studierende der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm, der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung Ulm und der Universität Ulm wurden zu den Top 30 umsatzstärksten Unternehmen der Region befragt. Mithilfe der drei Markenkriterien Bekanntheit, Sympathie und Attraktivität wurden die Unternehmen ermittelt, die die beste Arbeitgebermarke haben. Der diesjährige Gewinner ist Teva ratiopharm, gefolgt von der Liebherr und der Seeberger GmbH auf dem dritten Platz. Der Aufsteiger des Jahres ist die Uzin Utz AG, die ihre Wertung im Vergleich zum letzten Jahr am meisten steigern konnte. Zusätzlich wurde noch die Peri GmbH zum Top Arbeitgeber des Landkreis Neu-Ulm ausgezeichnet und Hidden Champion ist Zwick GmbH & Co. KG. Der Hidden Champion ist bei den Befragten noch weitgehend unbekannt, aber unter denen die das Unternehmen als Arbeitgeber kennen, erhält es positive Bewertungen. Neu in diesem Jahr wurde auch die ungestützte Markenbekanntheit erfragt, also die Erinnerung an bestimmte Marken ohne irgendwelche Hilfestellungen. Hier liegt ebenfalls Teva ratiopharm auf dem 1. Platz, den 2. Platz macht die Daimler TSS GmbH und den 3. die Wieland-Werke AG. Ebenfalls neu dazugekommen ist die Befragung der zukünftigen Fach- und Führungskräfte über ihre Erlebnisse während der Candidate Journey, also die Reise des Bewerbers vom ersten Kontaktpunkt mit dem Unternehmen bis zur Zu-/Absage. Hierbei ist es wichtig, dass der gesamte Bewerbungsprozess als Raum für Markenerlebnisse verstanden wird, da negative oder positive Erfahrungen währenddessen die Wahrnehmung des gesamten Unternehmens beeinflussen.

 

 

Die Employer Branding Studie ist seit 2012 etabliert. In diesem Jahr leitete Frau Denisa Schill, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien, die Durchführung der Studie.

 

 

Das Kompetenzzentrum für Wachstums- und Vertriebsstrategien der Hochschule Neu-Ulm, unter der Leitung von den Professoren Alexander H. Kracklauer, Christian Langbein, Kai-Thorsten Zwecker und Sascha Fabian ist ein einzigartiges akademisches Institut in Deutschland, dass die strategische Entwicklung von Vertriebsorganisationen und Marken sowohl mit qualitativer und quantitativer Marktforschung als auch vertriebs- und markenrechtlicher Kompetenz verbindet. Seinen Schwerpunkt setzt das Kompetenzzentrum auf die Bereiche Forschung, Lehre, Transfer und Innovation.