Macht sinnstiftende Markenführung Sinn?

Macht sinnstiftende Markenführung Sinn?

Sinnstiftende Markenführung zeigt auf, wie eine Marke die vom Menschen ausgehenden Sinnbedürfnisse adressieren kann. Da sich Sinn auf die Gesamtheit der menschlichen Existenz bezieht, ist der Mensch auch in wirtschaftlichen Bezügen auf der der Suche nach einem übergeordneten Grund für sein Handeln und Tun. Damit können sowohl Mitarbeiter als auch Kunden einer Marke als sinnorientiert eingestuft werden, sowohl in der Unternehmensmarkenführung als auch in der Produktmarkenführung kann Sinn gestiftet werden. Die Frage ist, inwieweit sich das betriebswirtschaftlich rechnet.

Wo Sinn ist, ist Wille. Wo Wille ist, ist Leistung

Viktor Frankl, Begründer der Existenzanalyse, betrachtet die Sinnsuche als geistiges Fundament des Menschen, der Mensch erfasst die Welt in Bezug auf Sinn und Werte. In der Nachfolge von Nietzsche zitiert Frankl: „Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie“. Dies zeigt die motivationsbildende Kraft von Sinnstiftung – wo Sinn ist, ist Wille. Und Wille ist das Fundament für Leistung. Frankl selbst hat als Insasse eines Konzentrationslagers überlebt, da er eine Antwort auf diese katastrophale Lebenssituation finden konnte. Der Nachwelt davon erzählen und verhindern, dass so etwas noch einmal passiert – so kurz zusammengefasst sein Antrieb, zu überleben. Das zeigt, dass Sinnstiftung Resilienz und Leistung fördern kann.

 Sinnstiftende Unternehmenskulturen erste Wahl

Auch deswegen weisen Harvard-Forscher in jüngster Zeit darauf hin, dass eine sinnstiftende Unternehmenskultur (zusammen mit lernorientierter Kultur) in agilen, sich schnell wandelnden Umwelten first choice für Unternehmen ist. In einer solchen Kultur motivieren sich Menschen selbst, die als sinn- und wertvoll verstandenen Unternehmensziele zu erreichen und sind bereit, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren. Der Fixstern des empfundenen Sinnes hilft auch ins schwierigen Zeiten. John Mackey, Gründer und CEO von Whole Foods, beschreibt das wie folgt: „Die meisten der großartigen Unternehmen auf der Welt haben auch einen großartigen Zweck. Ein tieferer, über allem stehender Sinn sorgt bei den vielen unterschiedlichen Stakeholdern für enorm viel Energie.“

 Empirische Evidenz

Erste Studien zu dem Thema verweisen darauf, dass 74% der täglich genutzten Marken für Kunden verzichtbar sind, weil sie keine Sinnhaftigkeit bieten, in einer anderen Studie gaben 66% der Befragten an, die Beziehung mit Marken als zu einseitig profitorientiert zu empfinden, eine wieder andere Studie verweist darauf, dass 70% der Beschäftigten lediglich emotional gering an ihr Unternehmen gebunden sind.

Weitere Untersuchungen geben an, dass die Integration von Sinnhaftigkeit in die Markenführung zu einer 137%igen Steigerung der Leistungskennzahlen führen kann, zu deutlichen Verkaufssteigerungen und Wiederkaufsraten und gesteigerter Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Sinn macht offensichtlich Sinn – auch in der Betriebswirtschaft und im Unternehmen.

Aber: wie kann ein Unternehmen im Rahmen der Markenführung sinnstiftend und leistungsfördernd wirken? Lesen Sie dazu mehr in unserem nächsten Blogbeitrag und abonnieren Sie unsere Beiträge.

 

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